Daniel Suckert beim Small-Talk mit Star-Regisseur Quentin Tarantl (l.) und Bosporus-Sänger Tarken (r.)...

suckert - 3. Dez, 17:42
Der Text von Daniel Suckert "Die Kindheit des Peter F." wurde in der CO&BI-Ausgabe Nummer 30 publiziert...auf dem literarischen Papierflieger (Größe A2, 3 Modelle, Auflage 800 Stück, u.a. auch mit Texten von Felix Mitterer, Georg Bydlinski, Rosmarie Thüminger usw.)...
Peter erinnerte sich an seine Kindheit.
"Es ist Macht, die ich in Händen halte."
Peter dachte an die Besuche seines Onkels.
"Macht, die silbern glänzt."
Peter hörte seine Mutter in der Küche weinen, während der Schlüssel im Loch klickte.
"Alles schweigt, wenn sie in den Lauf meiner Pistole blicken."
Peter fühlte wie sein Herz raste, als das Licht ausging.
"Dann sehe ich das blanke Entsetzen in ihren Augen, wenn sie den Knall hören."
Peter hörte die Schritte des Onkels auf sich zu schleichen.
"Noch einmal rauscht ihr erbärmliches Leben an ihnen vorbei."
Peter schloss ängstlich die Augen und dachte an einen Vogel, der über die weißen Wolken tanzte.
"Dann erwarten sie das Unmögliche mit einer kurz aufflackernden Resignation."
Peter zuckte hilflos zusammen, als ihn sein Onkel berührte. "Es wird nicht weh tun", flüsterte ihm sein Onkel.
"Dann sehe ich ihn vor mir."
Peter weinte, als ihm sein Onkel zwischen die Beine griff.
"Ich wünsche mir, er würde in diesen Lauf blicken."
Peter versuchte sein Leben lang die Bilder zu verdrängen.
"Dann würde ich abdrücken."
Doch Peter erinnerte sich. Tag täglich. An eine Zeit namens Kindheit.
"Aber jetzt blicke ich in den Lauf. Und dann drücke ich ab."
suckert - 24. Nov, 16:55
Daniel Suckert hat heute erfolgreich seine letzte Prüfung in Psychologie bestanden - damit wartet nur mehr die Diplomarbeit...juhhuuuu

suckert - 19. Nov, 17:20