Meinung: Der Spiegel

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Quelle: www.amazon.de


„Amol g´spritzt dann wieder klor, i bin entweder sehr gut oder gonz schlecht, i hob eine schwäche: mir föhlt die mitte“Hans Hölzl alias FALCO hat verzaubert, schockiert, desinteressiert, bewegt, gefördert und auch verärgert. Ein Grenzgänger, der zu oft auf der verbotenen Seite wandelte. Als Genie gepriesen, als Flop verhöhnt, als Lyriker der Zeilen angehimmelt, als abgelaufene musikalische Ware beschimpft und schlussendlich zum Nationalhelden geschlagen.

Und exakt dieser post mortem ereilte Aufstieg in den Olymp der Unantastbarkeit dient als Spiegel der Gesellschaft. Vergeben und vergessen nach dem Tode. Was einst falsch und verpönt, ist zu Grabe getragen. Mit dem Tode bestraft, sind ihm seine Sünden erlassen. Seine Fehler nie existiert, zum Tun vom inneren Bösen getrieben, hat der Falke die Welt verlassen müssen.

Seine Werke gepriesen, seine Eskapaden vertuscht, lässt sein Tod die Grundangst gedeihen, nach dem Endgültigem nicht Teil der Gesellschaft zu sein. Ausgegrenzt im verfaulenden Zustand. Schlimmer ginge es nimmer.

So, im Auge der Angst, fällt der Zeigefinger wieder nach unten. Stattdessen wird Falco auf einen aus dem Boden gestampften Podest bugsiert. Heute ist er eine Institution, dessen gedacht wird – nur im Guten, sei dick unterstrichen. Er wird gerühmt, in guten wie in schlechten Tagen. Und vergessen dabei das wichtigste: Es war Mensch. Mit Fehlern, mit Motiven und mit dem dunklen Sein. Mensch, eben.

Dekadenz für dich und mich - der Untergang im rauschenden Fest. Der Tanz der Anderen. Der Weg von der Dunkelheit in das Licht. Der Rock des Johann Sebastian Bach. Es bucht den Tagflug dreimal täglich. Ganz Hauptstadt.

Meinung: Der subjektiv gefärbte Brillenblick

Suckert, Rubey und Schafferer; Autor, Schauspieler/Musiker und Künstler



Wenn sich Qualität unvermeidlich an die Spitze des Erfolges heften würde, müsste dem kleinen Künstler niemals Angst und Bange werden. Doch Talent ist eine Gottes Gabe ohne den dazu passenden Schlüssel des Erfolgs in der Tasche zu tragen.
Und darum spielten Mondscheiner nicht vor 80.000 Zuschauern, sondern im Weekender Club vor rund 60 Zuschauern. Doch tat dies der guten Laune von Rubey und Co. keinen Abbruch und so genoss das Ohr des neutralen Zuschauers über 90 Minuten harmonische und rockige Melodien und vor allem lyrische Texte, die ein ums andere Mal den Zuhörer ins Staunen versetzten.
In einem kurzen persönlichen Gespräch überzeugt die Bodenhaftung des Manuel Rubey, der aufgrund seiner zusätzlichen Schauspielkarriere, in der Welt des Glamour (noch) unbeschadet umher wandelt. Die zeitweilige offene Unsicherheit macht ihn um ein Eck noch sympathischer. Und verpasste dem zu Beginn noch neutralen Besucher, den subjektiv eingefärbten Brillenblick. Viele Worte, ein Bild und zwei gekaufte CD´s später verlässt der subjektiv Gefärbte mit einem Lächeln auf den Lippen den dunklen Saal, Schall und Rauch hinter sich lassend. Qualität haftet eben nicht anstandslos an der Spitze des Erfolges und das ergibt einen Cocktail aus Hoffnung und Ernüchterung - zumindest wenn dabei an die persönliche Kleinkunst-Karriere gedacht wird…Danke Manuel Rubey…

News und Termine

Daniel Suckert arbeitet derzeit intensiv an der Beendigung seines Psychologie-Studiums (Prüfung Anfang März), an Fall 2 von Kommissar Prohaska und an seinem neuen Solo-Kabarett-Programm...

...und ist am 20./21. April nach Brüssel eingeladen, um mit 99 anderen talentierten Künstlern Gedanken auszutauschen...

...und für den zweiten Fall von Kommissar Prohaska sind Alex Kometer (Life Radio Moderator, Schauspieler) und Jango (Kabarettist) fix engagiert worden...an einem Engagament der Schienentröster wird kräftig gearbeitet...

Vorausschau 2009:

Frühjahr: Ost- und Südtirol, Juni (Schwaz) Auftritte mit Kommissar Prohaska Teil 1

Premiere: Kommissar Prohaska Teil 2 Mai 2009 (Treibhaus)

Meinung: Gedanken zum männlichen Jagdverhalten

Man(n) lauert wie ein Löwe im hohen Savannengras. Falsch. Man(n) lauert in einem überfüllten Lokal, wie eine Löwin im hohen Savannengras. Man(n) ist auf der Jagd. Auf der Jagd nach dem anderen Geschlecht. Sein Beuteschema ist in solchen Situationen immer gleich. Frau muss öffentlich präsentierbar und doch intelligent daneben sein. Frau soll addieren, jedoch nicht dividieren können. Der Anspruch tief wie das Glas Weiswein in welches man(n) seit Stunden blickt. Egal, heute zählt nur das schnelle Abenteuer. Man(n) ist ein Raubtier.
Siehe da – ein passendes Opfer ist gefunden. Das männliche Radar erfasst und analysiert in Windeseile.
Ihre Bewegungen werden sublimiert auf den möglichen Akt im Schlafgemach. Dirty. Perfekt. Ihre Bewegungen animieren. Ein kurzer Adrenalinstoß schießt durch den Körper des Mannes. Die Pupillen erweitern sich. Es ist Zeit.
Der erste Schritt aus der Dunkelheit ist getan. Das männliche Auge ist fokussiert, die Ziele klar definiert. Man(n) findet heute seine Befriedigung. Jetzt. Die Peripherie zerfällt in ihre Einzelteile - verliert an Existenz. Man(n) hat nur noch das tanzende Opfer vor sich. Dirty. Ihre Bewegungen lassen den Puls weiter ansteigen. Hitze durchstreift den Körper. Heute wird Man(n) zur Legende. Ein kurzes Bild erscheint vor dem geistigen Auge: Frau räkelt sich nackt und in voller Extase. Der Schritt wird schneller. Nur noch fünf Meter.
Ein letzter Schluck. Man(n) funktioniert wie eine Maschine. Doch der Gang geprägt von Eleganz und Coolness. Dirty. Noch drei Meter. Ihre Präsenz, ihre Sicherheit wirkt elektrisierend. Jetzt oder nie. Plötzlich Blickkontakt. Man(n) erblickt ein leichtes Grinsen auf ihren Lippen.
Noch zwei Meter. Ihre Sicherheit wirkt auf einmal so erschreckend. So einschüchternd. Was, wenn Frau eine Konversation initiiert? Nur noch 150 Zentimeter. Frau ändert ihre Haltung nicht. Frau scheint nicht zu begreifen. Houston, wir haben ein Problem. Was soll man(n) überhaupt sagen? Achtung, System Überladung. Schweißausbruch. Atem kurz vor Hyperventilation. Nur noch 100 Zentimeter. Muss Man(n) nicht zuerst verbal glänzen, um den großen Clou zu landen?
Nur noch 50 Zentimeter. Herzrasen. Panik pur. Apokalypse droht. Man(n) muss reagieren. Und Man(n) reagiert. Zieht elegant, mit unnachahmbaren Elan an der Frau vorbei. System stabilisiert sich. Zurück nach Hause. Zurück in Sicherheit. Minuten später geht man(n) (sehr) erleichtert aus der Toilette der eigenen vier Wände. Der Tennisarm schmerzt kurz. Im Bett klopft sich der Mann noch einmal auf die Schulter. „Du Tier, heute warst du wieder unschlagbar. Das machen wir nächste Woche wieder. Diesmal mit ansprechen.“

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ICH BIN UMGESIEDELT... Ab sofort erfahren sie alles...
suckert - 20. Okt, 16:17
Buch präsentiert
Die Buchpräsentation von Kommissar Prohaska: "Weltstadt...
suckert - 1. Okt, 19:14
The Day
Heizstrahler sind ausgepackt, Bücher sortiert und Musik...
suckert - 29. Sep, 13:20
On Air
Daniel Suckert zu Gast bei Welle 1 bei Martin Veith...alles...
suckert - 27. Sep, 15:50

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Daniel Suckert Unterbergerstr. 7B Innsbruck office@danielsuckert.at

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